Anfahrt
Wann sich ein Zwischenlager wirklich lohnt
Zwischen Auszug und Einzug klafft häufig eine Lücke. Der alte Mietvertrag endet zum Monatsende, der Schlüssel für die neue Wohnung kommt zwei Wochen später, oder im Zielobjekt wird noch Boden verlegt und gestrichen. Ohne Lager bedeutet das zwei getrennte Umzüge: einmal zu Bekannten in die Garage, dann noch einmal weiter nach Grünheide. Wir fassen beides zu einem Auftrag zusammen, Ihre Möbel werden nur einmal abgetragen und nur einmal verladen.
Der zweite Fall ist die Verkleinerung. Sie ziehen in eine kleinere Wohnung und wissen noch nicht, welche Schränke dort wirklich stehen bleiben. Statt sich unter Zeitdruck zu entscheiden, geht der strittige Teil in die Box und Sie entscheiden in Ruhe nach dem Einzug. Was danach weg soll, holen wir bei der Zustellfahrt gleich mit und rechnen es als Räumung ab 39 Euro je Kubikmeter ab.
Der dritte Fall ist der reine Terminschutz. Manche Vermieter bestehen auf einer besenreinen Übergabe zu einem festen Datum, während beim Einzug noch Handwerker im Haus sind. Mit einer Box ist der Auszugstermin unabhängig vom Einzugstermin, und Sie geraten nicht in die Lage, Kartons in einem frisch tapezierten Flur stapeln zu müssen. Wir stimmen den Auszugstag deshalb auf die Übergabe ab und nicht auf den Handwerkerplan, den ohnehin niemand sicher vorhersagen kann.
Aufmaß
Wie groß die Box sein muss
Die Boxgröße bestimmt den Tagespreis, deshalb messen wir vorher auf. Bei der Besichtigung gehen wir Raum für Raum durch und schätzen das Volumen: Schrankwand, Sofa, Betten, Küchengeräte, dazu die Zahl der Kartons. Aus dieser Liste ergibt sich, ob 5, 10 oder 20 Kubikmeter reichen. Zu klein gewählt bedeutet eine zweite Box, zu groß gewählt heißt bezahlte Luft, beides lässt sich mit einem sorgfältigen Aufmaß vermeiden.
Ein grober Anhaltspunkt aus der Praxis: Eine Einzimmerwohnung ohne massive Schränke passt meist in 5 Kubikmeter. Zwei Zimmer mit Küche liegen eher bei 10, drei bis vier Zimmer bei 20 Kubikmetern. Entscheidend ist weniger die Quadratmeterzahl der Wohnung als die Bauweise der Möbel: Zerlegbare Regale und Schränke stapeln sich flach, ein Ledersofa und eine Eckcouch fressen dagegen Volumen, das sich nicht komprimieren lässt.
Ablauf
Der Ablauf vom Aufmaß bis zur Zustellung
Der Ablauf ist bei Lagerumzügen enger getaktet als bei einem direkten Wohnungswechsel, weil zwei Termine statt einem koordiniert werden müssen. Wir legen deshalb beide Daten schon im Angebot fest: den Auszugstag und den geplanten Zustelltag. Verschiebt sich der Einzug später, kostet das nur die zusätzlichen Lagertage, der Zustelltermin selbst wird neu vereinbart. Bleibt der Termin dagegen stehen, ändert sich an der Kalkulation nichts, weil beide Fahrten von Anfang an im Angebot stehen.
Beim Verladen führen wir eine Stückliste. Jedes Möbelteil und jeder Karton bekommt eine Nummer, damit bei der Zustellung nachvollziehbar ist, was ins Lager ging und was herauskommt. Für Ihre Haftungsfrage gilt der gesetzliche Rahmen: Haftung nach Paragraf 451e HGB mit 620 Euro je Kubikmeter Ladung. Eine Kopie der Liste bekommen Sie nach dem Auszug, die zweite bleibt bei der Box. So lässt sich am Zustelltag in wenigen Minuten abhaken, ob alles wieder da ist.
- 1 Kostenlose Besichtigung mit Aufmaß und Festlegung der Boxgröße
- 2 Angebot mit Umzugspreis, Tagespreis der Box und Preis der Zustellfahrt
- 3 Auszugstag: verladen, Stückliste führen, direkt ins Lager fahren
- 4 Lagerzeit: Box verschlossen, Zugriff nur nach Absprache
- 5 Zustelltag in Grünheide: abladen, tragen, auf Wunsch wieder aufbauen
Preis
Packen für eine längere Lagerzeit
Für ein Lager wird anders gepackt als für eine kurze Fahrt am selben Tag. Kartons stehen dort wochenlang übereinander, deshalb dürfen sie nicht ausgebeult sein und nicht überladen werden. Bücher gehören in kleine Kartons, Bettzeug in große. Halb gefüllte Kartons füllen wir mit Packpapier auf, sonst gibt der Deckel unter dem Stapel nach. Packpapier bekommen Sie bei uns im 10-Kilo-Paket für 14 Euro.
Polstermöbel und lackierte Flächen bekommen Möbeldecken, empfindliche Kanten zusätzlich Noppenfolie. Decken mieten Sie für 2,50 Euro je Stück und Woche, Noppenfolie kostet 19 Euro für 50 Meter. Kleidung, die nicht knittern soll, fährt in Kleiderkisten mit Stange, 3,50 Euro je Stück und Woche. Kartons können Sie mieten für 0,90 Euro je Stück und Woche oder für 1,80 Euro kaufen, wenn Sie ohnehin Stauraum brauchen.
Was nicht in die Box gehört: Lebensmittel, geöffnete Flüssigkeiten, Pflanzen und alles, was Sie in der Lagerzeit noch brauchen. Unterlagen, Ladegeräte, Werkzeug und Kleidung für die Übergangszeit packen Sie besser in eine getrennte Kiste, die bei Ihnen bleibt. Diese Trennung kostet zwanzig Minuten beim Packen und erspart eine Fahrt zum Lager. Auch Mietvertrag, Ausweise und Versicherungsunterlagen gehören in diese Kiste, weil sie in der Zwischenzeit fast immer gebraucht werden.
Vorbereitung
Was am Ende auf der Rechnung steht
Die Rechnung besteht aus drei Blöcken. Erstens der Wohnungswechsel selbst, zum Festpreis ab 289 Euro bei einem Zimmer, 389 Euro bei zwei, 769 Euro bei drei, 799 Euro bei vier und 1.080 Euro bei fünf Zimmern. Zweitens die Lagerzeit nach Tagen. Drittens die Fahrten: Hinbringen und späteres Zustellen ab 89 Euro je Fahrt. Alle Beträge verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Welche Variante für Sie günstiger ist, hängt vom Möbelbestand und von den Etagen ab.
Dazu kommen nur die Posten, die Sie ausdrücklich bestellen. Eine freie Ladefläche vor der Tür kostet an beiden Anschriften ab 89 Euro, an einer Anschrift ab 59 Euro. Ein Aufzug am Fenster bis zur vierten Etage liegt ab 179 Euro, das Abklemmen und Wiederanschließen einer Einbauküche ab 249 Euro, ein Klavier oder Flügel ab 189 Euro. Wenn unsere Kräfte für Sie packen, rechnen wir das nach Zeit ab 25 Euro je Stunde.