Grundlage
Wie viele Kartons Sie tatsächlich brauchen
Die häufigste Fehleinschätzung vor einem Umzug betrifft die Menge. Fast alle bestellen zu wenige Kartons und müssen mitten im Packen nachordern, was den Ablauf unterbricht. Ein brauchbarer Richtwert sind 8 bis 15 Umzugskartons je Zimmer, abhängig davon, wie voll Schränke und Regale sind. Eine Einzimmerwohnung landet meist bei 20 bis 30 Kisten, eine Zweizimmerwohnung bei 35 bis 45, drei Zimmer bei 50 bis 70.
Nach oben verschieben sich diese Zahlen bei Büchern, Sammlungen, Werkzeug und Kinderhaushalten. Nach unten geht es bei minimal möblierten Wohnungen und bei jedem Möbelstück, das mit Inhalt transportiert werden kann. Schubladenkommoden zum Beispiel dürfen häufig gefüllt bleiben, wenn die Schübe gesichert werden. Sprechen Sie das vorher ab, denn nicht jedes Möbel verträgt es und nicht jede Treppe erlaubt es. Bei Glasvitrinen und Schränken aus Pressspan wird grundsätzlich leer transportiert.
Bestellen Sie lieber zu viel als zu wenig. Bei Mietkartons zahlen Sie 0,90 Euro je Stück und Woche, nicht benötigte Kisten gehen unbenutzt zurück. Gekaufte Kartons kosten 1,80 Euro je Stück und lohnen sich, wenn Sie ohnehin Lagerbedarf haben oder in absehbarer Zeit erneut umziehen. Kleiderkisten liegen bei 3,50 Euro je Stück und Woche und ersetzen mehrere normale Kartons für Hängendes.
Schritt für Schritt
Das Gewicht ist wichtiger als das Volumen
Ein Umzugskarton fasst mehr, als er tragen kann. Genau daran scheitern die meisten Packversuche: Die Kiste ist voll, aber niemand hebt sie mehr, oder der Boden reißt auf halber Treppe. Halten Sie sich an etwa 20 Kilogramm je Karton. Das entspricht ungefähr einer bis zur Hälfte gefüllten Bücherkiste. Wenn Sie einen gepackten Karton nicht bequem eine Treppe hochtragen können, ist er zu schwer.
Daraus folgt die wichtigste Packregel überhaupt: Schweres kommt in kleine Kartons, Leichtes in große. Bücher, Werkzeug, Konserven, Geschirr und Aktenordner gehören in Bücherkartons. Bettwäsche, Kissen, Handtücher, Kleidung und Dekoration füllen die großen Kisten. Wer diese Zuordnung umdreht, produziert unhandliche Lasten und verschenkt Platz im Wagen, weil die schweren Kisten nicht stapelbar sind. Ein gemischter Stapel aus großen und kleinen Kartons steht außerdem deutlich unruhiger. Gleiche Formate lassen sich dagegen wie Mauersteine setzen.
Packen Sie außerdem bis zum Rand, aber nicht darüber hinaus. Ein Karton, der oben nicht schließt, lässt sich nicht stapeln, und ein halb leerer Karton bricht beim Stapeln ein. Füllen Sie Hohlräume mit Packpapier oder Handtüchern, damit der Inhalt nicht wandert. Kleben Sie den Boden über Kreuz ab, das kostet zehn Sekunden und verhindert den häufigsten Schaden beim Tragen. Bei schweren Kisten legen Sie zusätzlich einen zweiten Streifen quer über die Bodennaht.
Einzelheiten
Beschriften nach Zielraum, nicht nach Inhalt
Beschriftungen wie Küche 1 oder Kinderzimmer 3 helfen am Zielort mehr als jede genaue Inhaltsangabe. Das Team stellt die Kartons dorthin, wo sie hingehören, und Sie packen später in dem Raum aus, in dem der Inhalt gebraucht wird. Schreiben Sie den Zielraum groß auf mindestens zwei Seiten und zusätzlich auf den Deckel, denn gestapelte Kisten zeigen selten die Seite, die Sie beschriftet haben.
Ergänzen Sie nur dort Details, wo sie den Umgang ändern. Ein Hinweis auf Glas, ein Pfeil für oben oder das Wort schwer sind nützlich. Eine vollständige Inhaltsliste dagegen ist Arbeit, die selten gelesen wird. Wenn Sie einzelne Kartons später schnell finden müssen, etwa Unterlagen oder Kabel, kennzeichnen Sie diese wenigen Kisten auffällig, zum Beispiel mit farbigem Klebeband. Notieren Sie sich diese Kartons auf einem Zettel, den Sie bei sich tragen. Fünf gekennzeichnete Kisten sind hilfreich, fünfzig sind wieder unübersichtlich.
Fehlerquellen
Geschirr, Gläser und empfindliche Stücke
Teller stehen hochkant wie Schallplatten und liegen nicht flach aufeinander. In dieser Stellung halten sie Erschütterungen deutlich besser aus. Zwischen jedes Stück kommt Papier, und der Boden des Kartons bekommt eine Schicht zerknülltes Packpapier als Polster. Zehn Kilogramm Packpapier für 14 Euro reichen für einen durchschnittlichen Haushalt und sind sinnvoller als Zeitungspapier, das abfärbt. Küchentücher und Geschirrtücher lassen sich als zusätzliche Polsterlage gut mitverwenden.
Gläser werden einzeln eingewickelt und stehend eingeräumt, mit der Öffnung nach oben. Stielgläser bekommen zusätzlich Papier um den Stiel. Ganz oben in die Kiste kommt eine Lage Polster, damit nichts an den Deckel stößt. Für sehr empfindliche Stücke lohnt sich Noppenfolie, 50 Meter kosten 19 Euro und decken auch Bilderrahmen, Lampenschirme und Vasen mit ab. Wickeln Sie die Folie mit den Noppen nach innen, dann liegt die glatte Seite außen.
Große Glasplatten, Spiegel und Bilder gehören nicht in den Karton, sondern werden einzeln verpackt und aufrecht transportiert. Im Liegen arbeitet Glas bei jeder Unebenheit und bricht bevorzugt in der Mitte. Markieren Sie solche Stücke deutlich und stellen Sie sie an eine Stelle, an der niemand dagegen läuft. Das Team lädt sie zuletzt und sichert sie an der Bordwand. Schreiben Sie zusätzlich Glas auf die Verpackung, auch wenn der Inhalt offensichtlich wirkt.
Grundlage
Kleidung, Elektronik und Kleinteile
Für Kleidung auf Bügeln ist die Kleiderkiste die schnellste Lösung. Die Sachen hängen darin wie im Schrank, kommen knitterfrei an und werden am Zielort in einem Griff wieder eingehängt. Gefaltete Kleidung, Bettwäsche und Handtücher füllen große Kartons und dienen zugleich als Polster für empfindliche Gegenstände. Schuhe gehören paarweise zusammen, am besten in ihre Kartons oder in Beutel. Schwere Stiefel kommen nach unten, leichte Sommerschuhe nach oben in dieselbe Kiste.
Elektronische Geräte reisen am besten in ihrer Originalverpackung. Wo die fehlt, umwickeln Sie das Gerät mit Noppenfolie und stellen es so in den Karton, dass es rundum gepolstert ist. Fotografieren Sie vor dem Abziehen die Rückseite von Fernseher, Router und Rechner, dann ist die Verkabelung am neuen Ort in Minuten geklärt. Kabel kommen gebündelt und beschriftet in eine eigene Kiste.
Schrauben, Dübel und Beschläge von zerlegten Möbeln gehören in kleine Beutel, die mit dem Namen des Möbelstücks beschriftet und direkt am Möbel befestigt werden. Alternativ sammeln Sie alle Beutel in einer Box, die Sie selbst transportieren. Fehlende Kleinteile sind der häufigste Grund dafür, dass ein Bett am Abend nicht steht, obwohl alle Teile in der Wohnung liegen. Legen Sie die Beutel für Betten und Schränke zusammen in eine Kiste, die zuerst ausgeladen wird.
Schritt für Schritt
Was nicht in den Karton gehört und wie beladen wird
Einiges gehört grundsätzlich nicht in das Transportgut. Ausweise, Verträge, Zeugnisse, Schmuck, Bargeld, Medikamente und Schlüssel reisen in Ihrer eigenen Tasche. Ebenso wenig gehören offene Flüssigkeiten, Farben, Spraydosen, Gasflaschen und Grillanzünder in einen Karton. Sie laufen aus oder sind nicht transportsicher. Getränke und Reiniger, die Sie mitnehmen möchten, stellen Sie aufrecht in eine Kiste mit fester Wanne oder Folie. Prüfen Sie vorher jeden Verschluss, denn im Wagen liegen die Kisten selten ganz eben. Alles, was schon einmal ausgelaufen ist, bleibt besser zurück.
Beim Beladen gilt eine feste Reihenfolge. Zuerst kommen schwere, stabile Stücke nach vorn an die Stirnwand, danach Kartons in Reihen, dann leichte und sperrige Teile. Ganz zum Schluss werden empfindliche Gegenstände geladen, damit sie oben liegen und beim Entladen zuerst herauskommen. Zwischen die Lagen gehören Möbeldecken, gemietet ab 2,50 Euro je Stück und Woche, damit nichts scheuert. Am Ende wird die Ladung mit Spanngurten gegen die Bordwand gesichert.
Wenn Ihnen die Zeit für das Packen fehlt, übernehmen unsere Kräfte diesen Teil ab 25 Euro je Stunde, mindestens zwei Stunden und danach viertelstundengenau. Das Material liefern wir vor dem Termin und holen unbenutzte Mietkartons wieder ab. Rufen Sie an, wenn Sie unsicher sind, wie viel Sie brauchen: Von Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr rechnen wir die Menge mit Ihnen durch.